Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Camping

Camping passt sich an: vom Wegwerf-Becher mit Bier am Lagerfeuer bis zum Solar-Wohnmobil mit Trenntoilette. Wie du den Unterschied machst - ohne Spass-Verzicht.

Camping ist nicht automatisch nachhaltig

Camping wirkt naturnah, ist aber nicht per se umweltfreundlich. Ein Wohnmobil verbraucht 10-15 Liter Diesel pro 100 km. Gas-Heizungen, Plastik-Verbrauchsmaterial, lange Anreisen - all das produziert Emissionen.

Gleichzeitig: Camping bietet das Potenzial, deutlich nachhaltiger zu sein als ein Pauschal-Urlaub mit Flug. Wer ein paar Sachen beachtet, halbiert seinen Camping-Fussabdruck leicht.

Anreise: groesster Hebel

80% des Camping-CO2-Fussabdrucks stammen aus der Anreise. Strategien:

  • Kuerzere Strecken: regional campen statt 1.500 km nach Spanien
  • Mit Bahn anreisen: dann Zelt mieten am Camping-Platz (manche bieten das)
  • Wenn Wohnmobil: langsam fahren (max. 100 km/h spart 20% Sprit gegenueber 130 km/h)
  • Tour-Routen optimieren: nicht Hin-und-Her-Fahrten zwischen Plaetzen

Wasser sparen

  • Kurz duschen (3-5 Min) - im Wohnmobil ohnehin Pflicht
  • Spuelen mit Spuelschuessel statt unter laufendem Wasser
  • Brauchwasser fuer Pflanzen-Bewaesserung (wenn am Platz Garten)
  • Wasserkanister mit Trinkwasser-tauglichem Schlauch beim Tankvorgang nicht ueberlaufen lassen

Strom sparen

  • Solar statt Landstrom wenn moeglich
  • LED-Beleuchtung ueberall (10x effizienter als Halogen)
  • Kompressor-Kuehlboxen effizienter als thermoelektrische
  • Heizung niedriger als zu Hause - pullover statt 22 Grad

Gas sparen

  • Auf dem Gaskocher Pfanne mit Deckel - 30% schneller
  • Wasser nur soviel kochen wie noetig
  • Im Sommer Gas-Kuehlschrank auf 12V umstellen
  • Heizung nur wenn wirklich kalt - Schlafsack waermer holen

Lebensmittel

  • Regional einkaufen vor Ort statt Vorrat mitschleppen
  • Mehr vegetarisch (Fleisch macht 14% des Camping-CO2)
  • Mehrweg-Verpackungen statt Einweg
  • Eigene Stoffbeutel zum Einkaufen
  • Reste aufessen, nicht wegwerfen

Sanitaer-Mittel

  • Bio-Sanitaermittel fuer Camping-Toilette (oft Pflicht)
  • Bio-Spuelmittel
  • Feste Seife statt Fluessigseife in Plastik-Flasche
  • Mikroplastik-frei bei Sonnencreme und Shampoo (Korallen-Schaden)

Muell vermeiden

Mehr in Muell vermeiden beim Camping.

Was zu wenig bringt

  • Bio-zertifiziertes Zelt fuer 400 Euro mehr als normales
  • Plastik-freie Camping-Tools, die nach 1 Saison kaputt sind
  • "CO2-neutrale" Camping-Plaetze ohne nachvollziehbare Massnahmen

Was wirklich was bringt

  • Naeher campen, weniger fahren
  • Mit anderen Familien fahren (Mitfahr-Gemeinschaft im Wohnmobil)
  • Laenger an einem Ort bleiben (weniger Verschoebe-Stress)
  • Lokale Produkte vor Ort kaufen

Praxis aus Bertingen

Familien.camp - unser Camping-Platz, wo wir das alles selbst leben.

Zu Familien.camp