Nachhaltigkeit

Camping und Naturschutz

Camping in Naturschutzgebieten - was geht, was nicht. Verhalten in geschuetzten Bereichen, Ruhepausen fuer Wildtiere, Wege-Respekt.

Camping in Naturschutzgebieten

Naturschutzgebiete sind in Deutschland streng reguliert. In den meisten ist Camping komplett verboten. Auch das Verlassen der Wege ist eingeschraenkt.

Was in Naturschutzgebieten verboten ist

  • Camping/Uebernachten ausserhalb genehmigter Plaetze
  • Wege verlassen (bei den meisten Gebieten)
  • Lagerfeuer
  • Hunde frei laufen lassen
  • Drohnen fliegen
  • Lautstaerke (auch Musik leise)
  • Pflanzen pfluecken
  • Tiere stoeren oder fuettern
  • Wasserfahrzeuge in Schutzbereichen

Was meist erlaubt ist

  • Wandern auf markierten Wegen
  • Beobachten von Wildtieren (mit Distanz)
  • Fotografieren
  • Picknicken (an dafuer ausgewiesenen Stellen)

Verhalten im Bio-Sphaerenreservat

Anders als Naturschutzgebiete: Biosphaerenreservate sind Modell-Regionen fuer nachhaltiges Leben mit Mensch und Natur. Camping ist meist auf etablierten Plaetzen erlaubt - oft sogar erwuenscht.

Beispiele: Mittelelbe, Spreewald, Schaalsee, Drömling.

Wildtier-Verhalten

  • Brutzeit (Maerz-Juli): besonders ruhig sein, abgesperrte Bereiche nicht betreten
  • Distanz halten: mind. 50 m zu Brutplaetzen, 100 m zu Wildtieren
  • Lichtsmog vermeiden: Stirnlampe nur wenn noetig, niemals lange Richtung Wildtier
  • Gerueche minimieren: Lebensmittel sichern (in Skandinavien wichtig wegen Baeren)
  • Niemals fuettern: auch keine Enten am Stausee

Wege-Respekt

  • Auf den Wegen bleiben - auch wenn der Pfad matschig ist
  • Abkuerzungen vermeiden (Pfade reissen die Vegetation auseinander)
  • Lockere Steine und Aeste nicht umlegen
  • Maultaschen-Pfade nicht ausweiten

Wenn Tiere gestoert werden

Anzeichen, dass Wildtiere gestoert sind:

  • Vogel verlaesst das Nest schnell und sucht Hoehe
  • Reh oder Hirsch starrt dich an und schnaubt
  • Junge Tiere ohne Mutter sichtbar (Mutter kommt wahrscheinlich gleich zurueck - nicht beruehren!)

Loesung: Distanz vergroessern, ruhig zurueckziehen. Keine Versuche, das Tier zu fotografieren oder anzusprechen.

Hund in der Natur

  • Leinen-Pflicht in fast allen Naturschutzgebieten
  • Brutzeit (Maerz-Juli) besonders streng
  • Wildtier-Begegnung: Hund sofort ranziehen, nicht jagen lassen
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